Konzert der Coon Bottom Creek Band am 07.08.2012 beim Wastlwirt

Bericht des Badener Presseclubs

 

Der Salzburger Club CFBR (Country Family Baton Rouge mit Obfrau Brigitte Heybey) lud die Bluegrass Band "Coon Bottom Creek" aus Tallahassee, Florida (USA) nach Salzburg in das Landgasthaus "Wastlwirt" ein.

 

Die Band besteht aus den Gründern Maria und Mischa Steurer (Kontrabass und Mandoline) gebürtig in Österreich, Chelsea Kessler (Fiddle), Skip Johns (linkshändig gespieltes Banjo) und Red Barnes (Gitarre) - alle aus den USA. Ohne technische Hilfe, also unplugged, liefert die Band einen durchaus passablen akustischen Auftritt, wobei hervorzuheben ist, dass die 19 jährige(!) Chelsea sowohl mit ihrer hervorragenden Stimme als auch einem ebensolchem Spiel auf der Fiddle stark beeindruckt. Jedes Bandmittglied singt, der Zuhörer bekommt aber den Eindruck, dass hier die technische Unterstützung fehlt. Trotz eher klein gehaltenem Rahmen und Raum ist bereits in der 3. Reihe der Gesang eher unverständlich, da zu leise, sofern man der englischen Sprache nicht allzu mächtig ist oder die Lieder bereits kennt. Lediglich Chelsea schafft es, auf Grund ihres Stimmvolumens, der Fiddle und dem Einbringen ihrer fantastischen Gestik hier hervorzustechen. Ein dreiteiliger Auftritt (2 Pausen) und die Spieldauer von 3 -Mal fast 40 Minuten entschädigen den Zuhörer, neutralisieren die akustischen Mängel und machen diesen Auftritt dennoch zum Erlebnis.

 

Resümee - gut organisierte Vorstellung, angenehmes Ambiente mit guter Küche und freundlicher Bedienung, jedoch nur mittelklassige Vorstellung wegen fehlender Tontechnik seitens der Band. Man hätte hier auf "unplugged" verzichten sollen. Verborgenes Potential findet sich allerdings bei Chelsea Kessler. Positiv war auch das Rauchverbot während des Konzerts. Sehenswert!

 

Gesehen und gehört von PMG in Salzburg, Badener Presseclub

 

Bericht der CFBR


Es war ein kalter Tag im Februar als bei Brigitte das Telefon klingelte. Am anderen Ende meldete sich Mischa Steurer aus Florida. Brigitte erklärte ihm, dass sie grade bei minus 25 Grad auf der Skipiste steht und bat ihn, am Abend wieder anzurufen. Mischa seinerseits erklärte, er wäre grade bei plus 25 Grad in der kurzen Hose unterwegs und würde sich gerne abends wieder melden. So begann die Geschichte, die damit endete, dass eine Band aus Florida in Salzburg spielte.

 

Die Coon Bottom Creek Band besteht aus Maria und Mischa Steurer (Bass und Mandoline), welche ursprünglich aus Wien stammen und seit 11 Jahren in Florida leben. Ausserdem aus Skip Johns (Banjo), Red Barnes (Gitarre) und Chelsea Kessler (Fiddle), alle 3 gebürtige Amerikaner mit europäischen Vorfahren. Alle Bandmitglieder singen abwechslungsweise solo und in der Gruppe.

 

 

Nach Auftritten in Deutschland und der Schweiz kam die Band am Dienstag Abend, nach einem Besuch im Fürstentum Liechtenstein und einem Kurztrip nach Innsbruck, in Salzburg an. Dort wurden sie von Brigitte und Giovanna begrüsst. Den Abend verbrachte man gemeinsam  im gemütlichen Gastgarten des Wastlwirts. Die angeregten Gespräche wurden nur unwesentlich durch die Sprachdifferenzen erschwert. Die gemeinsame Liebe zur Musik überbrückte alle Schwierigkeiten.

 

Den Mittwoch verbrachte die Band mit Ausruhen, Shoppen und Sightseeing in Salzburg. Das Konzert war für 20.00 Uhr angesagt. Bereits eine Stunde vorher waren die Gäste fast vollständig anwesend und warteten gespannt auf den Auftritt. Aufgrund des kleinen Gastraums, in dem gespielt werden sollte, verzichtete die Band auf technische Unterstützung, spielte also unplugged. Das war in diesem Fall besonders schön, weil das Publikum ruhig zuhörte und das Konzert nicht durch lautes Reden störte. Skip Johns fiel durch sein linkshändiges Banjo-Spiel auf. Leider ging seine Stimme in der Musik unter. Auch Red Barnes überzeugte durch sein Gitarrespiel, gab aber beim Gesang nicht alles, was in ihm steckte. Ganz besonders fiel die erst 19-jährige Chelsea auf, die sowohl virtuos mit Ihrer Fiddle umging als auch eine ausgezeichnete Singstimme hat. Mischa an der Mandoline und Maria am Bass rundeten den Gesamteindruck ab. Das Repertoire der CBC beinhaltet in erster Linie Bluegrass Songs, aber auch einige Gospels und Country-Stücke wurden gespielt. Das Publikum genoss die 3 Sets, die gespielt wurden und äusserte sich durchwegs positiv über das Konzert.

 

Am Donnerstag brachten Brigitte und Giovanna die 5 Musiker und ihre 2 Begleiterinnen mitsamt allen Instrumenten und dem Gepäck zum Bahnhof. Mit der Westbahn fuhren sie nach Wien, wo am Abend eine Jam Session und am nächsten Abend ein Konzert geplant waren. Der Abschied fiel trotz der kurzen Zeitspanne, die wir miteinander verbracht hatten, schwer. Aber die gesamte Band hat uns nach Florida eingeladen und wir planen bereits, diese Einladung auch anzunehmen. Auf jeden Fall wünschen wir der Coon Bottom Creek Band alles Gute und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen.

 

Bericht von Giovanna

 

 

 

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