Indianerstamm der Sioux

 

Sioux: Dakota, Lakota

 

Geographische Region: Plains und Prärien

 

Sprachgruppen: Sioux (Dakota)

 

Wohnstätte: Plains-Tipi

 

Hauptnahrungsmittel: Büffel (Bison)

 

Wer Indianer nur aus Karl-May Büchern oder Westernfilmen kennt, hat ein falsches Bild von ihnen. Vor der Ankunft der Weißen lebten in Nordamerika einige hundert verschiedene Indianerstämme, die in Europa meist unbekannt waren.


Einer unter diesen Hunderten waren meine Stammesvorfahren, die Sioux. Man spricht heute von
den 500 Nationen. Die bekanntesten unter den Sioux-Stämmen waren die Dakota (östl. Sioux und Lakota (westl. Sioux)), die sogenannten PLAINS.


Prärie und Plains nennt man die unendlich weite Grasfläche im Herzen Nordamerikas, zwischen dem Mississippi im Osten und dem Felsgebirge im Westen, den Rocky Mountains. Sie erstreckte sich über 3'000 Kilometer von Kanada quer durch die USA, bis nach Mexiko hinein.


Erst der Spanier brachte das Pferd nach Amerika und von da an konnten die Jäger der Plains den Bisons auf ihren Wanderungen folgen. Der Bison bildete von nun an ihre Lebensgrundlage. Fast alles, was die Indianer für Haushalt, Jagd und Kleidung brauchten, lieferte ihnen dieses Tier. Über 80 Arten von Gegenständen stellten die Indianer aus dem getöteten Bison her. Aus der ungegerbten Haut schnitten sie sich Riemen und Gurte, sie nutzten das Fell als Bett und zum Zudecken, das gegerbte Leder als Zeltplanen für ihre Tipis. Bisonhörner trugen sie als Schmuck, vor allem schnitten sie aus ihnen Becher und Löffel. Knochen verarbeiteten sie zu Messern, Pfeilspitzen, Nähnadeln und Schabern. Durch diese Vielseitigkeit konnten sich die Indianer, besonders die Sioux, zu einem der größten und mächtigsten Stämme in Nordamerika entwickeln.


Doch dies sollte nicht von Dauer sein!


Als die GIER der Weißen nach Land immer größer wurde und der Indianer sich nicht beugte, beherrschten mehr und mehr Kriege das Land. Doch der „Weiße Mann“ verstand sein Handwerk:
Durch Ausrottung der Nahrungsquellen, Mord und Schändung konnte er das Land stehlen.


Dies erschien den Indianern unsinnig, denn das grundlegende Prinzip, nach dem der „Rote Mann“ lebte, war: Der Mensch ist ein Teil der Natur und lebt in Einheit mit Mutter Erde, mit allen Pflanzen
und Tieren. Darum konnten Flüsse, Boden und Wälder nicht jemandes Eigentum sein. Denn wie kann einer Luft, Wind, Wolken und Tiere besitzen.


Doch wenn eines Tages der letzte Baum gefällt, das letzte Tier getötet und der letzte Fluss vergiftet ist, erst dann wird der „Weiße Mann“ erkennen dass man GELD nicht essen kann.

 


Verfasst von Luc (Standing Tatanka)